Schloss Buskow

Die Geschichte von Schloss Buskow

AD 1626
Durch die Verwüstungen des Mansfeldischen Corps wurden in und um Buskow mehrere Rittergüter,

7 Bauern- und 3 Kosackenhöfe in einen Aschehaufen verwandelt.

05.09.1638
König Ludwig XIV, der Sonnenkönig, wird geboren.
Das Dorf Buskow gehört der Familie von Zieten zu Wildberg und Wustrau.

AD 1656
Russland erklärt Schweden den Krieg

Johann Sigismund, Freiherr von Schwendi wird als Sohn von Johann Julius, Freiherr von Schwendi und Hohenlandsberg sowie Anna Magdalena Schenk von Landsberg, geboren. Er wird in 50 Jahren der erste urkundlich erwähnte Bewohner des Ritterguts zu Buskow werden.

19.09.1668
Dorothea Auguste von der Goltz, später die zweite Frau von Friedrich Wilhelm von Dossow, wird geboren.

17.12.1669
Friedrich Wilhelm von Dossow wird geboren. In rund 63 Jahren wird von Dossow das Anwesen besitzen.

1.12.1672
Johann Joachim Litzmann wird in Berlin geboren. Er wird 1709 bis 1712 Bürgermeister der Stadt Berlin sein. Er ist der Sohn einer angesehenen Kaufmannsfamilie in Neuruppin. Johann Joachim Litzmann wird 1687 den Bau eines Ritterguts in Buskow in Auftrag geben.

AD 1675
Auf dem Rückzug brennen die flüchtenden schwedischen Soldaten das Lehnsgut Buskow nieder.

AD 1687
Buskow ist nun seit 12 Jahren ohne Gutshof. Der Kaufmannssohn Johann Joachim Litzmann gibt im Alter von nur 15 Jahren den Bau eines neuen Ritterguts in Buskow in Auftrag.

AD 1698
Johann Julius, Freiherr von Schwendi und Hohenlandsberg, Vater von Johann Sigismund, Freiherr von Schwendi stirbt.

Johann Sigismund von Schwendy und Eva Helene Gans Edle von Putlitz heiraten am 28. April 1698 in Wolfshagen im Harz

14.05.1699
Hans Joachim von Zieten wird geboren.

AD 1706
Ersterwähnung des bestehens von Gut Buskow. Als Besitzer wird Oberst des altpreußischen Infanterieregiments No. 6, Johann Sigismund von Schwendy, angeführt. Von Schwendy war verheiratet mit Eva Helene Gans Edle von Putlitz.

02.07.1709
In Potsdam und Berlin beginnt das Dreikönigstreffen zwischen den Monarchen Dänemarks, Sachsens und Preußens mit dem Ziel, Brandenburg-Preußen zum Kriegseintritt gegen Schweden zu bewegen.

19.09.1709
von Schwendy wird zum Generalmajor ernannt.

AD 1713
Von Schwendy wird Chef des neu gebildeten Infanterie-Regiments Nr. 24, bestehend aus einer Kompanie der Füseliergarde, zwei Freikompanien aus Spandau und einer aus Frankfurt (Oder).

Das "Zieten-Trauma": Ein besonderes Kuriosum der Geschichte ist der Besuch des damals 14-jährigen Hans Joachim von Zieten. Er stellte sich beim damaligen Gutsherrn, General von Schwendy, vor, um in dessen Regiment eintreten zu können. Die Begegnung verlief für den jungen Zieten so ernüchternd, dass sie als sein "Trauma" in die Geschichte einging und von Theodor Fontane überliefert wurde.

AD 1722
Von Schwendy wird Gouverneur von Spandau

15.01.1723
Louisa Helena von Kleist, spätere Frau von Dossow wird geboren.

20.01.1723
Schwendys Frau stirbt nach 19. Januar 1723. In der Folge tritt von Schwendy aus dem Militärdienst aus und setzt sich zur Ruhe.

AD 1732
Johann Sigismund von Schwendy stirbt auf dem Gut.

Im weiteren Verlauf wird Gut Buskow als "das Rohrsche Gut" bezeichnet. Es muss also bis 1757 irgendwann der Familie von Rohr gehört haben. In der fraglichen Zeit gab es einen Albrecht Ehrenreich von Rohr, geboren in der Grafschaft Ruppin, Ritter des Ordens pour le Merite. Dieser kam aber erst 1735 als Fahnenjunker zum Militär und war 1757 Hauptmann. Alternativ Hans Leberecht Ehrentreich von Rohr, bzw sein Vater Klaus Ernst von Rohr aus Wusterhausen. Hans Leberecht Ehrentreich von Rohr stirbt später in Wusterhausen.

AD 1736
Von Dossow wird stellvertretender Gouverneur von Wesel und durch Friedrich des Grossen zum Generalleutnant befördert.

AD 1742
Von Dossow wird wirklicher Gouverneur von Wesel.

20.07.1745
Von Dossow wird vom Generalleutnant zum Generalfeldmarschall durch Friedrich des Grossen befördert.

13.09.1745
von Dossow heiratet als vierte Frau Christiane Dorothea von Hagen

02.12.1757
Die Frau des Generalfeldmarschall von Dossow, eine geborene von Putlitz, sehr wahrscheinlich Eva Christina Gans Edle von Putlitz, erwirbt Gut Buskow zu einem Preis von 18.200 Thalern, welches jetzt überliefert ist als "das von Rohrsche Gut". Von Dossow zieht sich auf Gut Buskow zurück.

28.03.1758
Von Dossow stirbt im Gutshaus. Von Dossows dritte und vorletzte Frau war Eva Christina Gans Edle von Putlitz. Von Dossow galt als ehrenwert und menschenfreundlich. Seine besondere Fürsorge galt den Soldatenkindern, für die er aus eigenen Mitteln Freischulen errichtete.

In der Folge des Ablebens von Dossows erscheint hier Generalleutnant Hans Joachim von Zieten als Besitzer des Rittergutes. Fontane schreibt, dass von Zieten mehrere Güter um das Schloss Wustrau aufgekauft hat, um diese alle zusammen zu legen. In der weiteren Folge wird von einem finanziellen Engpass der von Zietens berichtet, was den Wiederverkauf 1763 erklären könnte.

18.03.1760
Georg Friedrich Alexander von Kröcher wird als Sohn von Caspar Joachim geboren.

Sommer 1760
Friedrich der Grosse besucht von Zieten auf Gut Buskow.

AD 1763
Kriegs- und Domainenrat Friedrich Wilhelm von Kleist erwirbt nach dem 26.Mai 1763, dem Tag des Befehls seiner Entlassung aus dem Militätdienst, Gut Buskow.

15.07.1763
Im Alter von 40 Jahren stirbt Helena Louisa von Kleist, verehelichte gewesene mit von Dossow, von Bellingin, von Bornstädt in Nauen. Sie ist heute in der angebauten Krypta der Dorfkirche von Buskow aufgebahrt.

AD 1767
Buskow ist ein adeliges Dorf mit 32 Feuerstellen und 136 Einwohnern.

24.01.1770
von Kleist leiht vom Kürschnermeister Fretzdorff in Ruppin 1000 Thaler zu 5 % und gibt als Sicherheit Gut Buskow.
Noch im selben Jahr starb von Kleist.
Seine drei ihn überlebenden Brüder sollten um Buskow losen. Es fiel dem Oberstwachtmeister Franz Casimir zu, welcher das Darlehn von 1000 Rtlr. am 25. Januar 1771 an Fretzdorff zurückzahlte.
Eine Schwester des Kriegsrats Maria Eleonora von Kleist, Gemahlin des Hof-Fiskals Engelbrecht, erklärte am 1. März 1771 bei dem Königl. Justizamt in Oschersleben, daß sie von ihrem Bruder Franz Casimir mit ihrem Anteil aus der Hinterlassenschaft ihres Bruders an Busekow von 418 Rtlr. gänzlich abgefunden sei und allen weitern Ansprüchen entsage.

25.01.1771
Franz Casimir von Kleist wird Eigentümer von Gut Buskow.

AD 1782
Karl Friedrich von dem Knesebeck befindet sich laut dem Buch "Die neuere Geschichte der Stadt Neuruppin" im Alter von 14 Jahren auf Gut Buskow.

Generalfeldmarschall Karl Friedrich von dem Knesebeck
Aus "Die neuere Geschichte der Stadt Neu-Ruppin", Seite 107: Gut Buskow gehört den von Kleists.

AD 1784
Georg Friedrich Alexander von Kröcher kauft Gut Buskow von denen von Kleist ab. Der Grund war, dass von Kröcher kein Wohnhaus besass. Aus dem Buch "Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Herren von Kröcher" von 1852 heisst es: Georg Friedrich Alexander (anm. von Kröcher), ebenfalls ein Sohn Caspar Joachims, wurde am 18. März 1760 zu Lohm geboren. Er stand als Korporal bei den Carabinieren, wurde 1780 Cornet und nahm 1785 den Abschied. Er bekam bei der Theilung die Lehngüter Joachimshof und Vogtsbrügge und kaufte sich, weil er kein Wohnhaus hatte, 1784 das Gut Buskow im Ruppinchen, welches zuletzt denen von Kleist gehört hatte. Hier verheiratete er sich mit Auguste von Zieten aus dem Hause Dechtow, genoss aber dies Glück nicht lange, denn er verstarb am 8. Januar 1796, erst 36 Jahre alt, und hinterliess die Witwe mit 6 Kindern, 2 Söhne und 4 Töchter. Sie wurde am 29. Juli 1796 zu Buskow noch von einem nachgeborenen Sohne entbunden und starb am 27. November 1844 in Berlin.



26.01.1786
Hans Joachim von Zieten stirbt in seiner Berliner Wohnung Kochstraße 61 Ecke Friedrichstraße. Eine Gedenktafel am Haus Kochstraße 62 erinnert an ihn. Sein Grab befindet sich an der Kirche zu Wustrau. Im Innern der Kirche steht sein Grabdenkmal.

Kupferstich: "Zieten sitzend vor seinem König den 25.ten Januar 1786", Entstehungsjahr 1786, hing in Schloss Wustrau.

Der Kupferstich zeigt Zieten und seinen König im Parole-Saal des Berliner Schlosses, umgeben von der Generalität. Der Husarengeneral sitzt als einziger auf einem Lehnstuhl, den Friedrich II. ihm herbeitschaffte, und blickt den König ungläubig ob dieser Ehre an, während Friedrich sich in kummervoller Besorgnis zu ihm herabbeugt, die Hand auf die Schulter Zietens gelegt. Chodowiecki hatte Zieten einen Tag vor seinem Tod - am 26. Januar - zum letzten Mal sehen können und nahm ihm vier Tage später die Totenmaske ab. Danach entstand das Porträt des alten Soldaten, dem hier die ungewöhnliche Ehre zuteil geworden war, vor seinem König sitzen zu dürfen. Die als rührend und menschlich empfundene Szene zwischen Friedrich II. und Zieten war als Bild ungemein beliebt. In der volkstümlichen Tendenz des Blattes, die die ungekünstelte Herablassung des Königs zu seinem General zum Gegenstand der Darstellung wählt, gründete sich ihre Popularität.

Von Zieten war, wie später Otto von Bismarck, Ritter des schwarzen Adlerordens.

05.01.1787
Georg Friedrich Alexander von Kröcher heiratet in Buskow Auguste Sophie von Zieten Buchlink

Buskow ist ein adeliges Dorf mit 32 Feuerstellen und 140 Einwohnern.



20.11.1787
Georg Ernst Friedrich von Kröcher wird auf Buskow geboren. Er wird später Gut Buskow erben.
Seite 261

21.12.1788
Charlotte Ernestine Sophie von Kröcher wird auf dem Gut geboren.

14.03.1790
Charlotte Ernestine Sophie von Kröcher stirbt auf Gut Buskow

13.07.1790
Albertine Sophie Caroline Ottilie von Kröcher wird auf Gut Buskow geboren. Sie heiratet am 6.Juli 1811 auf Gut Buskow Karl Otto von Kaphengst. Sie stirbt am 25.01.1862 in Neuruppin.

08.08.1791
Ernestine Helene Luise von Kröcher wird auf Buskow geboren. Sie stirbt 23.09.1853 in Pommern

21.07.1793
Sophie Charlotte Wilhelmine von Kröcher wird auf Buskow geboren. Sie stirbt am 18.09.1807

08.01.1796
Georg Friedrich Alexander von Kröcher stirbt. Georg Ernst Friedrich von Kröcher erbt alleine das Gut Buskow.

29.07.1796
Auguste von Zieten aus dem Hause Dechow, Ehefrau von Kröchers, gebärt einen Sohn, Ludwig Alexander Leopold von Kröcher, im Gutshaus.

22.03.1804
Friedrich von Kröcher wird als Eigentümer von Gut Buskow benannt (Geschichte des Königlich Preußischen Regiments Garde du Corps).

05.10.1809
Georg Ernst Friedrich von Kröcher heiratet Julie Auguste Christine Freyin von Romberg. Georg Ernst Friedrich von Kröcher, Sohn von Georg Friedrich Alexander und Auguste von Zieten, diente von 1802 dem Garde du Corps. Er macht beim Krieg gegen Napoleon mit und folgte dem König nach Preussen, nahm 1809 seinen Abschied als Major und ist Besitzer des Gutes Buskow. Verheiratet hat er sich am 5. Oktober 1809 Julie Auguste Christine Freyin von Romberg. Die Ehe blieb kinderlos.Im Jahre 1812 trat von Kröcher wieder bei dem 27. Landwehr Kavallerie Regiment ein um beim Freiheitskrieg mitzumachen, erhielt nach dem Gefecht von Hagelsberg das eiserne Kreuz und später den Johanniterorden von wo an er auf seinem Gute lebte.

Nachweis

09.05.1811
Eintrag im Buch: "Geschichte des Königlich Preußischen Regiments Garde du Corps" ( Link)

AD 1812
Georg Ernst Friedrich von Kröcher tritt dem 27. Landwehr Kavallerie Regiment wieder bei, um beim Freiheitskrieg mitzumachen, erhielt nach dem Gefecht von Hagelsberg das eiserne Kreuz und später den Johanniterorden von wo an er auf seinem Gute lebte. Neues deutsches Adels-Lexicon

1820
Als Eigentümer von Gut Buskow wird Georg Ernst Friedrich von Kröcher genannt. (Link: Google Books)

1833
Das Gutshaus brennt bei einem Feuer bis auf die Grundmauern nieder. Als neues Gutshaus wird das ehemalige Rittmeisterhaus, welches sich etwa 50 Meter süd-westlich befindet, umgebaut. Dazu wird das Gebäude insgesamt viermal so groß und erhält kleinere barocke Einschläge.

05.12.1837
Amtsblatt von Fehrbellin: Von Kröchers Patrimonialgericht soll über einen Christian Krüger verhandeln, über einen 1454 Thaler wertigen Bauernhof in die Zwangsversteigerung zu bringen.

21.03.1838
14:00 Uhr: Von Kröcher eröffnet die Verhandlung zur Zwangsversteigerung des Bauernhofes des Christian Krüger über 1454 Thaler.

1854
Das Gut gehört noch immer Georg Ernst Friedrich von Kröcher. (Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz)

Mitte/Ende Juni 1864
Theodor Fontane besucht das Rittergut Buskow.

Notizen: Verwaltung (Regulierung) des Nachlasses von Kroecher von, Julie, geb. von Romberg, verw. Ehefrau ds Majors und Rittergutsbesitzers von Kroecher, Buskow od Buschow (Kreis Ruppin)

Enthält auch: Zivilrechtsklage des Rittergutspächters Paul Rüdiger gegen die Freiherrlich von Kroecher-Romberg Familienstiftung wegen Mehrbelastung aus einer Pachtsache (hier: Anspruch auf die Zinsen der Grundsteuerentschädigung). http://www.recherche.im.blha.de/QueryB/detail.aspx?ID=429388

1879
Das Rittergut Buskow ist im Besitz der Kröcherschen Erben und verpachtet an einen Ober-Amtmann Rüdiger sowie einen weiteren, unbekannten Pächter.

Generaladressbuch der Rittergutsbesitzer im Deutschen Reiche Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche

1903
Eigentumsübergang von Gut Buskow an die Familie von Romberg, die durch Heirat mit der Familie von Kröcher verbunden waren.

Schloß Buskow Rückseite um 1910

1910
Georg Glöckner, Oberleutnant der Reserve, ist Pächter des Guts und Eigentümer von Gut Protzen.

Schloss Buskow Vorderseite um 1910

1920/1921
Das Gutshaus wird grundlegend umgebaut. Einbau einer Dampfheizung.

Schloss Buskow Vorderseite nach 1921

1928
Laut dem "Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Ruppin, Teil 2" wird in diesem Jahr eine 63 Hektar große Wiese des Rittergutes nach Neuruppin eingemeindet.

1929
Familie von Oppen und von Rohr sind jetzt Eigentümer von Gut Buskow.
Heinrich Karl Gottfried Joachim von Oppen-Dannenwalde ist Mitbesitzer von Gut Buskow.

AD 1940 Notizen

- Dr. Friedrich Freiherr von Falkenhausen, * 16.11.1902 in Lübben – † 09.07.1971 in Hannover, heiratet in 1. Ehe am 24.12.1936 in Potsdam Udi Elisabeth Frieda Carola von Buch, * 13.08.1899 in Wedendorf – † 27.04.1945 in Potsdam (Suizid bei Ankunft der Roten Armee), Tochter des Leopold von Buch, Kgl. preuss. Generalmajor z.D., vormals auf Hohenkirchen, * 04.06.1876 in Ilmenau – † 22.04.1934 in Hildesheim, und der Margarethe Gräfin von Bernstorff. Heiratet in 2. Ehe am 23.04.1948 in Reinbek Anna Luise Cecilie Elisabeth von Oppen, Studienrätin, * 26.03.1923 in Dannenwalde – . Tochter des Heinrich Karl Gottfried Joachim von Oppen Mitherr auf Dannenwalde und Buskow, Lt. der Kav.-Landwehr a.D., von 1921 bis 1933 Präsident der Landwirtschaftskammer der Provinz Brandenburg und für Berlin, Kgl. preuss. Reg.-Assessor a.D., * 04.03.1879 in Breslau – † 27.04.1948 in Hamburg, und der (Heirat am 16.10.1908 in Dannenwalde) Anna Eva Emilie Hedwig von Rohr, Mitbesitzerin von Dannenwalde / Krs. Ostprignitz (1223 ha) und Buskow / Krs. Ruppin (624 ha), * 12.12.1883 in Dannenwalde – † 04.08.1951 in Reinbek.

8./9.06.1944
Es findet eine Gutsparkberatung durch Georg Potente für den Administrator Deschler statt. Ausserdem wird eine Holzungsauszeichnung vorgenommen.
Georg Glöckner mit Frau

01.05.1945
Nachmittag. Die Rote Armee ist am Ostufer des Ruppiner Sees in Stellung gegangen. Über Lautsprecher wird zur kampflosen Übergabe aufgerufen. Neuruppiner hissen daraufhin weiße Fahnen auf der Kloster- und Pfarrkirche. Am Abend marschiert die Rote Armee in die Stadt ein.
Abend. Mit dem Einmarsch kommt es zu Übergriffen, Erschießungen, Vergewaltigungen und Plünderungen durch die Soldaten

02.05.1945
Im Laufe des Tages wird der Gutspä:chter Georg Glöckner von den Russen auf den Kirchplatz gezerrt und erschossen. Der Grabstein steht heute noch auf dem Buskower Friedhof.

Herbst 1945
Zwangsenteignung des Rittergutes durch die Rote Armee. Nutzung als Notunterkunft für Flüchtlinge aus dem Krieg. Bis 1990 Nutzung als Wohnhaus, Poststelle, Konsum, Arztpraxis

Um 1970
Eine Mieterin des Hauses verstirbt im Gutshaus an Lungenkrebs, in dessen Folge sich der Ehemann auf dem Dachboden erhängt.

AD 1990
Eigentumsübergang an die Stadt Neuruppin.

Februar 2012
Eigentumsübergang an den heutigen Eigentümer

Schloss Buskow 2012

AD 2013
Das Mädchenhaus erhält ein neues Dach, die Etagen werden wieder hergestellt, wobei vom Keller zum ersten Geschoss die originalen Balkenquerschnitte von 20 x 26cm verwendet werden.

Das Mädchenhaus musste komplett entkernt werden und war sogar vom Denkmalschutz bereits aufgegeben worden. Im Bild der Fussboden des Wohnbereichs gesehen aus dem Keller.
Fussboden Obergeschoss im Mädchenhaus 2013

Oktober 2014
Das Mädchenhaus ist wieder bewohnt.

11.06.2015
Der imposante 5 zügige Schornstein im Dachgiebel, abgebrochen 2005 aufgrund Baufälligkeit, wurde wieder hergestellt.

11.09.2015
Nachdem der heutige Eigentümer aus dem Gutshaus Protzen Fotos zur Verfügung gestellt hat, konnte dem Denkmalschutz die Dachform der Schornsteine bewiesen werden.

Erster originaler Schornstein

AD 2022
Ein Oberlicht aus dem grossen Umbau in den 1920er Jahren, wurde im Wege der Entkernung des Mädchenhauses 2014 geborgen und nun drei Meter weiter auf dem gleichen Flur wieder eingebaut. Für den Neuanstrich wurde der originale Farbton verwendet. Die Glasscheiben blieben im original erhalten. Eine gerissene Scheibe wurde bewusst nicht ersetzt.